Praxis für
pränatale Diagnostik
OA Dr. Michael Burger, MSc

A-2340 Mödling
Sr.M.Restituta-Gasse 12
(im Landesklinikum Mödling)

Tel. +43 676 486 79 21
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Grenzen des Ultraschalls

An dieser Stelle soll nochmals auf die Beschränkungen einer Ultraschalluntersuchung aufmerksam gemacht werden:
Wie alle medizinischen Untersuchungen hat auch der Ultraschall in der Schwangerschaft seine Grenzen: Es muss daher - auch bei sehr guter Gerätequalität und großer Sorgfalt des Untersuchers - davon ausgegangen werden, dass nicht zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft alle Fehlbildungen und Erkrankungen erkannt werden können.

Es ist möglich, dass kleinere Defekte unerkannt bleiben, z.B. ein kleines Loch in der Herzwand, eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, kleinere Defekte im Bereich der Wirbelsäule sowie Finger- und Zehenfehlbildungen, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Beurteilbarkeit des ungeborenen Kindes kann zudem durch ungünstige Untersuchungsbedingungen erschwert sein, z.B. verminderte Fruchtwassermenge, ungünstige Kindeslage eine kräftige mütterliche Bauchdecke oder Narben.

Außerdem können sich bestimmte Fehlbildungen erst später in der Schwangerschaft - also nach der typischen Zeit des Organscreenings (20. - 24. Schwangerschaftswoche) - entwickeln, z.B. Verengungen der Herzgefäße oder eine Erweiterung der Hirnkammern.

Im Besonderen muss auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass Chromosomenstörungen (z.B. Trisomie 21) oder Stoffwechselerkrankungen mittels Ultraschalluntersuchung allein nicht erkannt werden können. Hierfür sind weitere Untersuchungen notwendig.

Aus einem unauffälligen Ultraschallbefund kann daher nicht mit absoluter Sicherheit abgeleitet werden, dass das Kind normal entwickelt und gesund geboren wird.